Mittwoch, 9. Oktober 2013

Matt Stuart shoots people

Gestern war ich bei der Vernissage "Matt Stuart shoots people" im Eigensinnig Schauraum für Mode und Fotografie.

Nachdem ich mich selbst sehr viel mit dem Thema "Streetphotography" auseinandersetze und ja auch selber betreibe, hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen und war sehr inspirierend.


© Matt Stuart -  www.mattstuart.com 

Als ich vor ein paar Monaten eins meiner Streetfotos ins Internet gestellt habe, fragte mich ein weitläufiger Bekannter - "Warum fotografierst du eigentlich Leute auf der Straße? Ich versteh das einfach nicht - ich mein ja..., dass man so Shootings mit Models macht versteh ich ja, aber Leute auf der Straße? - da versteh ich den Sinn einfach nicht dahinter!".
Damals habe ich mich furchtbar in meiner Kunst beleidigt gefühlt und hab irgendwie auch an dem Ganzen auch bisschen gezweifelt - heute muss ich drüber richtig schmunzeln. 
Besonders wenn ich mir vorstelle wenn besagter junger Herr diese Frage Größen wie Henri Cartier Bresson, Saul Leiter oder eben auch Matt Stuart gestellt hätte. ;) 
Ich weiß nicht was die von mir vielgeschätzten Herren geantwortet hätten.... aber es war wirklich toll, dass Matt Stuart gestern selber bei der Ausstellungseröffnung war und einiges über seine Bilder erzählt hat. 
Ich finde es immer so schön, wenn man bei jemanden die Leidenschaft für etwas spüren kann - und wie er über die verschiedenen Fotos erzählt hat, hat man das auf jeden Fall gespürt. 
Die kleinen wundervollen Details in seinen Bildern, die man vielleicht erst beim zweiten oder dritten Mal draufschauen entdeckt, Bilder die eine Geschichte erzählen, die Fantasie anregen und etwas einfangen, was danach für immer weg ist.
Genau das ist es was mich auch so an der Streetphotography fasziniert und begeistert. 
Seitdem ich auch viel auf der Straße fotografiere, sehe ich viele Dinge anders - besonders natürlich wenn ich auf Fotojagd gehe. 
Natürlich finde ich es auch toll Models zu fotografieren, und Fotos zu inszenieren - versuchen alles so gut wie möglich in Szene zu setzen. 
Aber bei der Streetfotografie muss man viel geduldiger, viel aufmerksamer sein - man ist Zuschauer - es passiert einfach - und trotzdem ist es entscheidend wann, wo, aus welcher Perspektive du den Auslöser drückst. Und oft bin ich selbst fasziniert was ich alles auf den Fotos entdecke, wenn ich sie mir dann später anschaue - obwohl ich eigentlich was ganz anderes einfangen wollte. 

Hier noch eins meiner Lieblingsbilder von Matt Stuart:
© Matt Stuart -  www.mattstuart.com 
Also ab mit euch ins Eigensinnig - Schauraum für Mode und Fotografie - die Ausstellung geht noch bis 22. November! 
Das Eigensinnig hat sich in der Fotografie auf Street- und Reportagefotografie konzentriert. Ich wollte schon seit Ewigkeiten hingehen - jetzt habe ichs endlich geschafft und ich komme garantiert wieder!!!
Finde das toll, dass es in Wien eine Institution gibt, die heimische sowie internationale Streetfotografie zeigt und unterstützt. 

So für alle die meine Fotos noch nicht kennen - können ja mal auf www.mayitakeapicture.com schauen.
In diesem Sinne - open your eyes and see the unseen :)

Love,
jb 

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